Touren-Vorschlag für eine Fahrradtour durch Ostfalen
 

(erscheint demnächst auch in einem Begleitheft für Fahrradtouren durch den LK Helmstedt)

 

Helmstedt – Esbeck - Schöningen – Hötensleben – Barneberg – Völpke – Badeleben – Sommerschenburg – Sommersdorf – Harbke – Helmstedt, ein Rundweg durch ein geschichtsträchtiges Braunkohlerevier.

 
 
 

Ausgehend von Helmstedt führt diese gut 30km lange Rundtour zunächst über den neu ausgebauten Radweg entlang der B244 über Esbeck nach Schöningen. Durchstriffen wird eines der ältesten Siedlungsgebiete der Bundesrepublik. Nicht nur das die Städte Helmstedt und Schöningen über 1250 Jahre alt sind, sondern auch die umliegenden Dörfer eine Geschichte haben, die zum Teil bis ins 5. oder 6. Jahrhundert zurückgeht. Aber auch zur Menschheitsgeschichte selbst gab es hier überraschende Funde.

Als wohl sensationellster historischer Fund der letzten Jahre wird ein 400.000 Jahre alter Speer aus einem Altsteinzeitlichen Jägerlager im jetzigen Tagebau Schöningen gesehen.

Aber nun weiter zur Strecke:

Zunächst führt der Radweg durch den Elz und rechts am Eitz als Waldgebiete vorbei, wobei man sich auf der linken Seite einen Eindruck von der fortlaufenden Rekultivierung des Tagebaues Treue machen kann. Weiter geht es am Kraftwerk Buschhaus mit wohl größtem Schornstein Europas und neu gebauter Müllverbrennungsanlage an großen Tagebaulöchern vorbei nach Esbeck. In Esbeck fahren Sie am Ortsausgang links und folgen dem Radweg entlang des Tagebaues nach Schöningen. In diesem Tagebau wurden bei archäologischen Ausgrabungen die besagten Speere gefunden.

In Schöningen fahren sie weiter die Straße (hier leider ohne Radweg) geradeaus bis über die Vorfahrtstraße, der Sie dann weiter linksabzweigend bei einem Autohändler folgen. Hier fahren Sie dann bald entsprechend dem Wegweiser Richtung Hötensleben rechts ab. Vorbei an einem Holzhandel kommen sie dann wieder links auf einem neu gebauten Radweg Richtung Hötensleben. Links des Radweges befindet sich der erst in den letzten Jahren aufgeschlossene Tagebau Schöningen II, hier lassen sich Schaufelradbagger nahezu rund um die Uhr bei der Arbeit beobachten. Am Ortseingang von Hötensleben befindet sich dann das Grenzdenkmal „Deutsche Teilung“. Hier lassen sich die ehemalige Grenzanlagen mit allen ihren Details, so wie sie einst die gesamte Region prägten, studieren.

Mit Erreichen dieses Denkmals bzw. Überqueren des Flüsschens Schöninger Aue geht die Rundtour dann bis zum Ausgangsort Helmstedt durch Sachsen-Anhalt weiter.

Angekommen in Hötensleben fahren Sie nahezu geradeaus die Straße durch den Ort Richtung Barneberg weiter. In Barneberg folgen Sie der Hauptstraße Richtung Völpke (B245). Fahren Sie die B245 weiter durch Völpke durch bis zum Ort Badeleben. In Badeleben fahren Sie dann links Richtung Sommerschenburg und folgen der Kreisstraße bis zum Waldrand, wo sie dann wieder links abzweigen und am Waldrand weiterradeln. Entlang des alten tiefen Badeteiches auf der rechten Seite fahren Sie auf die Burg in Sommerschenburg zu.

Diese Burg bekam einst Generalfeldmarschall von Gneisenau als Anerkennung für seine Verdienste im Krieg gegen Napoleon geschenkt.

Hier gibt es zwei lohnenswerte Alternativen zum Weiterfahren, die an dieser Stelle genannt werden sollen:

Entweder fahren sie vor der Burg links hinunter nach Sommerschendorf und fahren dort am botanisch sehr interessanten „Burgwäldchen“, an einem Wasserlauf, der an einer Stelle zu einem Teich aufgestaut ist vorbei und sehen dann dort recht schön restaurierte oder verfallene Fachwerkhäuser, oder Sie fahren geradeaus an der Burg vorbei, entlang an alten verfallenden Gutshöfen bis zur Hauptstraße, auf der Sie dann links nach Sommerschendorf abbiegen. Wenn Sie letztere Alternative wählen, sehen sie bei der Bergabfahrt das monumentale Gneisenaumausuleum am Waldrand, wo dieser seine letzte Ruhestätte fand.

Unten in Sommerschendorf geht es dann rechts weg über die Landstraße nach Harbke, ehemaliger Kraftwerksstandort der DDR.

Wer Zeit und Lust hat, kann einen Abstecher zum Harbker Schloss (leider sind hier die Decken durch vermoderte Balken eingestürzt) und im Schlosspark die restaurierte Orangerie besichtigen (beides rechts der Hauptstraße nach Helmstedt, ca. Ortsmitte im Schlosspark).

Ansonsten geht es geradeaus durch den Ort auf einem Neuen Radweg (hoffentlich schon fertig!) entlang der B245a nach Helmstedt.

Auf der Strecke kann man links in den Tagebau Helmstedt sehen. Auf der rechten Seite befindet sich auf dem Hügel ein als Cafe dort wieder zusammengesetztes großes Flugzeug (Tupolev). In dessen dafür extra eingerichtetem Cockpit können Paare sich sogar standesamtlich trauen lassen.

Von diesem Hügel aus hat man einen sehr guten Ausblick auf Helmstedt, Büddenstedt, naheliegende Tagebaue und die großen und kleineren Waldgebiete der Region.

Lässt man sich mit dem Fahrrad dann noch ein kleines Stück bergab rollen, ist man am Start- und Zielort Helmstedt angelangt.

 

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